Bis zu einem Nettoumsatz von € 30.000,00 kommt die Kleinunternehmerregelung zur Anwendung. Dies bedeutet, dass die Umsätze gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG steuerfrei sind.
Ab 1. Jänner 2017 gibt es Änderungen bei der Berechnung der Umsatzgrenze für Kleinunternehmer in Höhe von € 30.000,00. So sind ab Jänner 2017 Umsätze, die ohnehin umsatzsteuerfrei wären, bei der Berechnung der Grenze nicht mehr zu berücksichtigen. Unternehmer, die neben diesen – jedenfalls steuerfreien Umsätzen – noch zusätzliche grundsätzlich steuerpflichtige Umsätze haben, können somit ab 2017 die Kleinunternehmerregelung anwenden.

Beispiel:
Ein Vortragender an einer Erwachsenenbildungseinrichtung erzielt Umsätze von € 29.000,00. Weiters hält er Vorträge bei weiteren Seminarveranstaltungen sowie bei Firmen. Hier hat er Umsätze von € 8.000,00. Die Umsätze der Erwachsenenbildung sind gemäß § 6 Abs. 1 Z 11 lit. b UStG steuerfrei. Die Umsätze aus den Vorträgen bei Firmen sind steuerpflichtig.

Rechtslage bis 31. Dezember 2016: Die Umsätze wurden addiert und in Summe betrachtet. Da die Umsätze in Summe € 37.000,00 betrugen und er mit allen Umsätzen die Grenze von € 30.000,00 überschritten hat, musste er € 8.000,00 mit 20 % Umsatzsteuer versteuern. Die Umsätze aus der Tätigkeit als Vortragender an Erwachsenenbildungseinrichtungen war aufgrund § 6 Abs. 1 Z 11 lit. b UStG steuerfrei.

Rechtslage ab 1. Jänner 2017: Die Umsätze aus der Tätigkeit bei den Erwachsenenbildungseinrichtungen sind steuerfrei und daher in die Prüfung, ob die € 30.000,00 Grenze überschritten wird, nicht einzubeziehen. Somit fällt er mit € 8.000,00 unter die Kleinunternehmerregelung. Die Umsätze aus der Vortragstätigkeit an den Erwachsenenbildungseinrichtungen sind ohnehin steuerfrei.
Es besteht die Möglichkeit für die Tätigkeit aus Vorträgen bei Seminarveranstaltungen und Firmen zur Umsatzsteuer zu optieren. Dies bedeutet, dass für € 8.000,00 Umsatzsteuer abzuführen ist.

Weitere Änderungen bei der Kleinunternehmerregelung:
Bis 31. Dezember 2016 war der Wohnsitz in Österreich für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung ausreichend. Ab 1. Jänner 2017 muss das Unternehmen in Österreich betrieben werden.

Für nähere Infos steht Ihnen gerne Ihr UNICONSULT-Berater zur Verfügung!

 

 

 

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