In einem EuGH-Urteil vom 15.09.2016 wurde erfreulicherweise festgesellt, dass bei fehlenden Rechnungsmerkmale auf einer Rechnung, seitens der Finanzverwaltung der Vorsteuerabzug nicht versagt werden darf. Unzureichende Angaben auf der Rechnung können sozusagen durch zusätzliche Dokumente ergänzt werden, was zur Folge hat, dass ein in der Vergangenheit geltend gemachter Vorsteuerabzug bestehen bleibt und die ursprüngliche Rechnung nicht korrigiert werden muss. 

Grundsätzlich ist das Vorliegen einer mustergültigen Rechnung Voraussetzung für den Vorsteuerabzug. Dennoch ist es möglich, eine formell nicht korrekte Rechnung später zu berichtigen. Eine Rechnungsberichtigung zur Erlangung des Vorsteuerabzugs hat rückwirkend zu gelten. Das heißt, dass trotz fehlender Rechnungsmerkmale das Recht auf Vorsteuerabzug bereits im Jahr der Rechnungsausstellung ausgeübt werden kann. Unter anderem wirkt eine Rechnungsberichtigung auf den Zeitraum zurück, in dem die Leistung ausgeführt und die Rechnung gestellt wurde.

Dieses EuGH-Urteil wurde noch nicht in die österreichischen Umsatzsteuerrichtlinien aufgenommen. Fest steht jedoch, sollte beispielsweise ein Rechnungsmerkmal, wie die UID-Nummer des Leistungserbringers auf der Rechnung fehlen, ist dieser formelle Mangel unter Verweis auf die Rechtsprechung des EuGHs jedenfalls rückwirkend korrigierbar.

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