Der Ministerrat hat ein neues Programm zur Förderung der Lohnnebenkosten für zusätzliche Beschäftigte, den sogenannten „Beschäftigungsbonus“, beschlossen.

Dem Ministerratsbeschluss ist im Detail zu entnehmen, dass im internationalen Vergleich die österreichischen Lohnnebenkosten relativ hoch sind. Mit einer Lohnnebenkostenquote 2015 von 36,44 % (Eurostat) liegt Österreich hinter Schweden, Frankreich, Belgien, Litauen, Griechenland, Italien und Tschechien am 8. höchsten Platz in der EU.

Um dem entgegenzuwirken und positive Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt als auch die Standortqualität zu erzielen, hat sich die Bunderegierung zu einer stufenweisen Senkung der Lohnnebenkosten bis 2018 im Ausmaß von 1 Milliarde Euro pro Jahr bekannt.

Dazu wird ein „Beschäftigungsbonus“ in Form eines Zuschusses für die Schaffung zusätzlicher vollversicherungspflichtiger Arbeitsplätze – unabhängig von Branche und Größenklasse – eingeführt.

Gefördert werden

  • eine beim AMS als arbeitslos gemeldete Person,
  • oder ein Abgänger einer österreichischen Bildungseinrichtung (wie bspw. Schulen oder Hochschulen)
  • oder eine in Österreich bereits beschäftigt gewesene Person (Jobwechsler)
  • oder ein Beschäftigungsverhältnis auf Basis einer Rot-Weiß-Rot-Karte.

Das Vorliegen eines dieser Kriterien muss vom antragstellenden Unternehmen zum Zeitpunkt der Anmeldung des Arbeitnehmers bei der Sozialversicherung nachgewiesen werden können und bei Abrechnung der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) vorgelegt werden.

Eine missbräuchliche Inanspruchnahme der Förderung soll durch entsprechend ausgestaltete Förderrichtlinien verhindert werden und auch Doppelförderungen sollen vermieden werden. Daher wird für einen Beschäftigten, für den die Lohnnebenkostenförderung gem. Start-up-Förderung bezogen wird, nicht gleichzeitig auch ein „Beschäftigungsbonus“ gewährt.

Förderungsfähig sind Voll- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse die der Kommunalsteuerpflicht unterliegen, sowie jene Beschäftigungsverhältnisse, die von der Kommunalsteuer befreit sind (bspw. auf dem Gebiet der Gesundheitspflege und Altenfürsorge). Gegenstand der Förderung ist der teilweise Ersatz von Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge) für zusätzliche Beschäftigte für die Dauer von drei Jahren. Die Antragstellung ist ab 1.7.2017 möglich und hat grundsätzlich vor Schaffung des ersten zu fördernden zusätzlichen Vollzeitäquivalents zu erfolgen.
Die daraus resultierenden und nachweislich bezahlten Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge) werden mit 50 % bezuschusst, die Förderung wird jährlich im Nachhinein ausbezahlt.

Sollten sie als Unternehmer beabsichtigen, in der nächsten Zeit einen zusätzlichen Arbeitnehmer einzustellen, bitten wir um Kontaktaufnahme mit ihrem UNICONSULT-Berater, damit eine allfällige Förderwürdigkeit geprüft werden kann.

 

Relevante Bereiche

FRAGEN ZUM

THEMA?

Mag. Rene Orth

+43 50885 – 901

r.orth@uniconsult.at

Das könnte Sie auch interessieren:

Geschenke an Geschäftsfreunde

Geschenke an Geschäftsfreunde

Grundsätzlich ist Werbeaufwand zur Gänze als Betriebsausgabe abzugsfähig. Man möchte durch Inserate oder bestimmte Geschenke an Kunden oder Geschäftspartner …

mehr lesen
Muss ich ein Fahrtenbuch führen?

Muss ich ein Fahrtenbuch führen?

Das KFZ ist sowohl in der Beratungspraxis als auch bei Prüfungen ein bedeutsames Thema. Bei den laufenden Aufwendungen gilt folgendes: Nur jene Betriebsausgaben, die betrieblich veranlasst sind,

mehr lesen

Um die Website optimal gestalten und laufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close