UNICONSULT Akademie: 14.06.2019 – Steueroptimale Geschäftsführerbezüge & Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit Für Details hier klicken

Jetzt ist auch der gebotene Zeitpunkt, um folgende Themenbereiche zu überprüfen:

IST EIN WECHSEL DES BILANZSTICHTAGES SINNVOLL?

Der Gewinnermittlungszeitraum entspricht in der Regel dem Kalenderjahr. Kapitalgesellschaften können bei Gründung in ihrem Gesellschaftsvertrag einen abweichenden Bilanzstichtag festlegen. Es sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden, ob der angewandte Gewinnermittlungszeitraum noch den aktuellen Anforderungen entspricht.

Für wen stellt sich diese Frage? Einen abweichenden Bilanzstichtag können alle rechnungslegungspflichtigen (bilanzierungspflichtigen) Einzelunternehmer und Personengesellschaften (OG, KG) sowie alle Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und unternehmerisch tätigen, kapitalistischen Personengesellschaften (GmbH & Co KG, GmbH & Co OG) haben.

Welche Gründe sprechen für den Wechsel des Bilanzstichtages? Die Gründe dafür sind gesetzlich nicht abschließend geregelt und können vielfältig sein wie bspw. Saisonbeginn/-ende, praktikabler Inventurzeitpunkt, Abstimmung mit anderen Konzernunternehmen oder wesentlichen Geschäftspartnern, sonstige wesentliche Erleichterungen in der Bilanzerstellung.

Wie erfolgt der Wechsel des Bilanzstichtages?

Bilanzierungspflichtige Einzelunternehmer und Personengesellschaften müssen einen neuen Bilanzstichtag beim Finanzamt beantragen. Dieser Antrag muss vor dem gewünschten neuen Stichtag gestellt werden, die bescheidmäßige Zustimmung des Finanzamtes kann auch nach diesem Stichtag erfolgen. 

Kapitalgesellschaften haben zusätzlich ihren Gesellschaftsvertrag durch entsprechenden Gesellschafterbeschluss zu ändern und den neu festgelegten Abschlussstichtag zur Eintragung in das Firmenbuch anzumelden. Auch dieser Antrag an das Firmenbuchgericht ist vor dem neu gewählten Stichtag zu stellen. Ob die Eintragung im Firmenbuch vor dem neuen Stichtag auch bereits erfolgt sein muss, ist strittig. Aus praktischer Sicht empfiehlt sich, die Anträge an Finanzamt und Firmenbuchgericht gleichzeitig und so rechtzeitig zu stellen, dass dem Firmenbuchgericht noch genügend Zeit für die Eintragung bleibt.

Zwischen dem letzten „alten“ Bilanzstichtag und dem ersten „neuen“ ergibt sich ein Rumpfwirtschaftsjahr, das weniger als zwölf Monate umfasst.

IST EIN WECHSEL DER GEWINNERMITTLUNGSART SINNVOLL?

Jede Gewinnermittlungsart (Bilanzierung oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) hat Vor- und Nachteile, die im Einzelfall individuell abzuwägen sind. Die Wahl der Gewinnermittlungsart ist in vielen Fällen aufgrund von Größenmerkmalen oder Rechtsform zwingend vorgegeben. 

Steuerpflichtige, die bislang zur Gewinnermittlung durch Bilanzierung verpflichtet waren und durch Unterschreiten der Grenzwerte aus dieser Gewinnermittlung herausfallen würden, können freiwillig die Gewinnermittlungsart beibehalten (sog. „Fortführungsoption“).

Einnahmen-Ausgaben-Rechner wiederum können freiwillig zur Bilanzierung wechseln. Zudem könnte für Einnahmen-Ausgaben-Rechner auch die Inanspruchnahme einer Pauschalierung von Vorteil sein.

Der Wechsel der Gewinnermittlungsart hat immer zu Beginn eines Wirtschaftsjahres zu erfolgen. Es ist dabei zu gewährleisten, dass sämtliche Geschäftsfälle einmal steuerlich erfasst werden.

Ihr UNICONSULT-Berater zeigt Ihnen die bestehenden Möglichkeiten auf und berät Sie hinsichtlich der optimalen Wahl von Bilanzstichtag und Gewinnermittlungsart.

 

FRAGEN ZUM

THEMA?

MMag. Dr. Andreas Payer

+43 50885 – 100

andreas.payer@uniconsult.at

Das könnte Sie auch interessieren:

Print Friendly, PDF & Email

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?