Härtefall-Fonds – Antrag auf Zuschuss stellen

Sehr geehrte Damen und Herren, 

der Härtefall-Fonds mit einem Volumen von vorerst einer Milliarde Euro ist eine rasche Erste-Hilfe Maßnahme der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise. Er unterstützt all jene Selbständigen, die jetzt keine Umsätze haben, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten. Das Geld ist ein einmaliger Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Wichtige Infos:

  • Abwicklung durch die Wirtschaftskammer im Auftrag des Bundes
  • Der Antrag erfolgt ausschließlich online
  • Eine Antragstellung ist ab Freitag, 27.03., 17:00 Uhr unter www.wko.at/haertefall-fonds möglich
  • Für alle anspruchsberechtigten Antragsteller sind ausreichend finanzielle Mittel reserviert

Wer kann um eine Förderung ansuchen?

Beim Härtefallfonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Eine Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung. Antragsberechtigt sind folgende Gruppen:

  • Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmer wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

Wie hoch ist die Förderung?

Der Härtefallfonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

Phase 1 – Soforthilfe (Antragstellung ab 27.03., 17:00 Uhr)

  • Bei einem Nettoeinkommen von weniger als € 6.000 p.a. einen Zuschuss von € 500
  • Bei einem Nettoeinkommen ab € 6.000 p.a. einen Zuschuss von € 1.000
  • Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von € 500

Phase 2 (genaue Kriterien und Zeitpunkt noch in Ausarbeitung)

  • Zuschuss wird max. € 2.000/Monat auf max. 3 Monate betragen
  • Zuschuss richtet sich nach der Höhe der Einkommenseinbuße

Welche Kriterien müssen erfüllt sein?

  • Rechtmäßig selbstständiger Betreiber eines gewerblichen Unternehmens oder eines freien Berufes (egal ob Kammermitglied oder nicht)
  • Unternehmensgründung bis 31.12.2019 – Zeitpunkt: Eintragung der Gewerbeberechtigung oder Aufnahme unternehmerische Tätigkeit
  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  • Härtefall: Nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zudecken oder behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder Umsatzeinbruch von mindestens 50 % zum Vergleichsmonat des Vorjahres
  • Obergrenze: Im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr darf das Einkommen max. 80 % der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen – wenn kein Einkommenssteuerbescheid vorhanden ist, dann eigene Schätzung der Einkünfte
  • Untergrenze: Pflichtversicherung in der Krankenversicherung – Einkünfte von zumindest € 5.527,92 p.a.
  • Keine weiteren monatlichen Einkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze (€ 460,66), z.B. aus Vermietung und Verpachtung
  • Keine Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung
  • Keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund von COVID-19
  • Die Inanspruchnahme von Garantien und Kurzarbeit (für etwaige Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer bei Kleinstunternehmen) UND des Härtefallfonds ist ausdrücklich möglich
  • Keine kumulierte Inanspruchnahme von Härtefall- UND der 15 Milliarden Euro dotierte Notfallhilfe für betroffene Branchen – eine spätere Anrechnung ist möglich
  • Kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Reorganisierungsbedarf – die URG Kriterien (Eigenmittelquote weniger als 8 %, fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre) dürfen im vergangenen Wirtschaftsjahr nicht verletzt worden sein

Von einer Förderung ausgenommen sind Personen, die zum Antragszeitpunkt eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung oder aus der gesetzlichen Pensionsversicherung beziehen.

Was braucht man für einen Förderantrag?

Für den Online-Förderantrag zum Härtefall-Fonds werden Förderwerber ersucht folgende Unterlagen bereit zu halten:

  • Wenn vorhanden: WKO-Benutzeraccount
  • Jahreseinkommen im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr
  • Persönliche Steuernummer
  • KUR ODER GLN Kennziffer des Unternehmensregisters (ausgenommen: Freie Dienstnehmer) – diese ist im eigenen Account des Unternehmensservice-Portals (USP) zu finden; die GLN Kennziffer kann auch auf https://firmen.wko.at abgefragt werden
  • Personalausweis, Reisepass oder Führerschein zur Identifikationbereithalten

Es ist ein Identitätsnachweis und eine eidesstattliche Erklärung, dass die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, bei der Beantragung abzugeben. Eine nachträgliche Prüfung kann erfolgen.

Können land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Non-Profit-Organisationen auch einen Förderantrag stellen?

Die Antragstellung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Non-Profit-Organisationen aus dem Härtefallfonds erfolgt anhand eigener Förderrichtlinien. Diese werden von den zuständigen Ministerien noch ausgearbeitet. Über den Zeitpunkt der Antragstellung für diese beiden Gruppen wird es gesonderte Informationen geben.

Wir unterstützen Sie selbstverständlich gerne bei allen notwendigen Schritten, damit wir gemeinsam gut durch diese fordernden Zeiten kommen und danach wieder voll durchstarten können.

Ihr UNICONSULT-Team

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