UNICONSULT Akademie: 19.01.2018 – Personalverrechnungsupdate 2018 Für Details hier klicken

In der täglichen Beratung kommt von Seiten der Klienten oftmals die Frage, ob ein „Büro“ im privaten Haushalt abzugsfähig ist. Auf diese Frage wird im nachfolgenden Artikel näher eingegangen.

Grundsätzlich sind die Kosten für ein Arbeitszimmer im privaten Haushalt nicht abzugsfähig. Bildet das Arbeitszimmer allerdings den Mittelpunkt der betrieblichen Interessen, können die darauf entfallenden Kosten, wie z.B. Miete, Betriebskosten wie Strom oder Heizung, Abschreibung, sowie die Einrichtung aufwandswirksam abgesetzt werden. Unter Arbeitszimmer versteht man einen oder mehrere Räume, die im Verbund mit anderen privaten Räumen stehen. Hierbei darf es sich nicht um ein Durchgangszimmer zu anderen privaten Räumen handeln. Da die Aufbewahrung von privaten Gegenständen (z.B. CDs, Fernseher, Gästebett) problematisch ist, sollte man dies vermeiden.

Abzugsfähige Aufwendungen für ein Arbeitszimmer werden dann anerkannt, wenn in zeitlicher Hinsicht mehr als die Hälfte der beruflichen Tätigkeit im Arbeitszimmer erfolgt. Dies ist z.B. bei Schriftstellern, Gutachter, Komponisten, Dichter, Heimarbeiter oder Maler der Fall.

Wichtig ist, dass jede Einkunftsquelle separat betrachtet wird. Ist daher ein Arbeiter auch als Schriftsteller tätig, wird für die Frage des Arbeitszimmers nur die Tätigkeit als Schriftsteller betrachtet. Bei dieser Tätigkeit wird mehr als die Hälfte der Zeit im Arbeitszimmer verbracht. Daher sind die Aufwendungen für ein Arbeitszimmer bei der Tätigkeit als Schriftsteller abzugsfähig.

Nicht anerkannt ist ein Arbeitszimmer bei Freiberuflern wie Rechtsanwälten oder Ärzten mit auswärtiger Betriebstätte (Kanzlei, Ordination). Auch bei der Tätigkeit als Lehrer oder Vortragender ist das Arbeitszimmer grundsätzlich nicht anerkannt, da mehr als die Hälfte der Arbeitszeit außerhalb des Arbeitszimmers erbracht wird.

Zu beachten ist, dass Räume, die zwar im Wohnungsverband liegen, aber aufgrund Ihrer Ausstattung bzw. Zweckbestimmung offensichtlich rein beruflich genutzt werden, nicht unter den Begriff des Arbeitszimmers fallen. Beispiele hierfür sind die Ordination eines Arztes, ein Labor, ein Fotostudio oder Kanzleiräumlichkeiten eines Rechtsanwalts. Voraussetzung ist das eine private Nutzung aufgrund der Einrichtung oder des externen Parteienverkehrs ausgeschlossen werden kann.

Im Gegensatz zu Einrichtungsgegenständen, die nur bei Anerkennung des Arbeitszimmers abzugsfähig sind, sind typische Arbeitsmittel wie Computer, Drucker oder Telefon bei entsprechender beruflicher Verwendung immer abzugsfähig (auch in Privaträumen bzw. nicht anerkannten Arbeitszimmern).

Für nähere Infos steht Ihnen Ihr UNICONSULT-Berater gerne zur Verfügung!

 

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sandra.augustin@uniconsult.at

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