Geschätzte Kunden, Geschäftspartner und Freunde unserer Kanzlei, 

die Bundesregierung hat am Wochenende die arbeitsrechtliche Behandlung der COVID-19 Risikogruppe näher definiert. Legt eine MitarbeiterIn dem Arbeitgeber ein „COVID-19-Risiko-Attest“ des behandelnden Arztes vor, so ist dieser angehalten die MitarbeiterIn unter Fortzahlung des Entgelts von der Arbeitsleistung freizustellen. Der Arbeitgeber hat Anspruch auf Erstattung des an die MitarbeiterIn geleisteten Entgelts sowie der Dienstgeberanteile an der Sozialversicherung und Arbeitslosenversicherung. Eine Freistellung muss nicht erfolgen, wenn der Betroffene seine Arbeitsleistung im Home-Office erbringen kann oder die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass eine Ansteckung mit COVID-19 mit größtmöglicher Sicherheit ausgeschlossen ist. 

Weiters dürfen wir Sie zur Vorbereitung auf die Abrechnung der Kurzarbeit und zur monatlichen Beantragung der Kurzarbeitsbeihilfe beim AMS über folgende Punkte informieren: 

1) eAMS-Konto

Die Übermittlung der Zeitaufzeichnungen an das AMS kann ausschließlich über das eAMS-Konto erfolgen. Anhand dieser Aufzeichnungen wird die tatsächliche Förderhöhe für das vorangegangene Monat berechnet und in weiterer Folge ausbezahlt. Die Daten sind jeweils bis zum 28. des Folgemonats dem AMS über das eAMS-Konto zu übermitteln.  

2) Wie sollen die Zeitaufzeichnungen aussehen?

Die Arbeitszeiten der betroffenen MitarbeiterInnen sind vollständig und minutengenau zu erfassen. Insbesondere sind auch die Pausen und die anderen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Beispiel: Bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden muss verpflichtend eine mindestens 30-minütige Mittagspause gemacht werden.

In den Arbeitszeitaufzeichnungen muss ersichtlich sein, ob und wann Urlaub oder Zeitausgleich konsumiert wurden. Ebenso sind Krankenstände und Arztbesuche zu erfassen. Wir empfehlen, die vollständigen Zeitaufzeichnungen am Monatsende von den jeweiligen MitarbeiterInnen unterzeichnen zu lassen. Dadurch können spätere Unklarheiten über die geleisteten Arbeitsstunden mit den MitarbeiterInnen vermieden werden. 

Weiters muss pro MitarbeiterIn ein Arbeitszeitmodell vor Kurzarbeit angegeben werden. Gemeint ist hiermit die Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit auf die einzelnen Wochentage. Beispiel: MO bis DO 08:00 bis 12:00 und 12:30 bis 17:00, FR 08:00 bis 14:00 

Damit wir für Sie Ihre AMS-Kurzarbeitsbeihilfe fristgerecht beantragen können, bitten wir Sie die Zeitaufzeichnungen bis 10. des Folgemonats an Ihre zuständige Ansprechpartnerin in der Personalverrechnung weiterzuleiten. Die Zeitaufzeichnungen für März 2020 sollen bitte bis 15.4.2020 bei uns einlangen, um eine fristgerechte Übermittlung gewährleisten zu können. 

Die Lohnverrechnung März 2020 wird mit April 2020 korrigiert und an die Kurzarbeit angepasst.

3) Wie komme ich zu meinen eAMS-Konto Zugangsdaten?

Im Anhang finden Sie den Antrag für die Zugangsdaten zum eAMS-Konto. Bitte übermitteln Sie den vollständig ausgefüllten und unterzeichneten Antrag inklusive eines Firmenbuchauszugs oder Gewerberegisterauszugs, sowie die Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises an das Service für Unternehmen Ihres zuständigen AMS. 

Ried:               sfu.ried@ams.at
Schärding:      sfu.schaerding@ams.at
Braunau:         sfu.braunau@ams.at
Grieskirchen:  sfu.grieskirchen@ams.at 

Ihren Gewerberegisterauszug können Sie unter www.gisa.gv.at abfragen. Einen Firmenbuchauszug können wir für Sie gegen Übernahme der Barauslagen in Höhe von 3,20 € abrufen.

4) Abwicklung Beihilfenbeantragung

Das Tool für die Übermittlung der Zeitaufzeichnungen sowie für die Beantragung der Kurzarbeitsbeihilfe wird vom AMS voraussichtlich am Dienstag, 14.04.2020 bereitgestellt. Wenn hierzu Informationen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren. Wir unterstützen Sie natürlich sehr gerne bei der Übermittlung der relevanten Daten über das eAMS-Konto. Sollte gewünscht sein, dass wir die direkte Abwicklung mit dem AMS übernehmen, können Sie uns auf der Onlineplattform des eAMS unter dem Menüpunkt „Berechtigungen“ als bevollmächtigten Rechtsvertreter für die Kurzarbeitsbeihilfe hinzufügen (siehe Anhang „Berechtigung“).

5) Zusammenfassung der von Ihnen durchzuführenden Schritte:

  • detaillierte Arbeitszeitaufzeichnungen führen
  • Beantragung Zugangsdaten eAMS-Konto
  • falls gewünscht, Berechtigung im eAMS an UNICONSULT Steuerberatungs GmbH & Co KG vergeben
  • Arbeitszeitaufzeichnungen ehestmöglich, aber spätestens bis 15. des Folgemonats an UNICONSULT übermitteln

An dieser Stelle dürfen wir noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Beschäftigtenstand des gesamten Unternehmens während der Kurzarbeit aufrecht erhalten werden muss. Bitte besprechen Sie jede geplante Kündigung oder Einvernehmliche Auflösung vorher mit Ihrer zuständigen Ansprechpartnerin in der Personalverrechnung. 

Bei Unklarheiten können Sie sich jederzeit an Ihren zuständigen UNICONSULT-Betreuer wenden.

Bis dahin wünschen wir Ihnen Alles Gute, viel Gesundheit und ein schönes Osterfest.

Ihr UNICONSULT-Team

#Abstandhalten
#Zusammenhalten

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