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Die Besteuerung von Kapitalvermögen hat sich in den letzten 5 Jahren in Österreich sehr gewandelt. Waren die Gewinnverkäufe aus Aktien und Co im Jahre 2011 noch Einkünfte aus Spekulationsgeschäften bzw. unterlagen der Tarifbesteuerung, unterliegen diese nun der Vermögenszuwachsbesteuerung – unabhängig davon, ob sie im Betriebsvermögen oder im Privatvermögen gehalten werden. Einzig zu achten ist auf das Kaufdatum: Wertpapiere, die vor dem 1.4.2012 angeschafft wurden sind sogenannter „Altbestand“ und fallen nach wie vor in die Altregelung.

Wertpapiererträge als auch Kursgewinne unterliegen beide der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5%. Somit unterliegt die laufende Besteuerung der Dividenden demselben Steuersatz als auch der Gewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren. Leider können aus dem eingesetzten Kapital nicht immer nur Gewinne realisiert werden, sondern sind auch Verluste zu verkraften.

Die steuerliche Berücksichtigung von Verlusten aus Wertpapiergeschäften ist allerdings stark eingeschränkt: Verluste aus Wertpapiergeschäften können nur mit laufenden Erträgen bzw. Gewinnen aus anderen Wertpapiergeschäften innerhalb desselben Kalenderjahres verrechnet werden, anderenfalls sind sie steuerlich unbeachtlich.

Dieser sogenannte Verlustausgleich erfolgt seit Anfang 2013 bei den österreichischen Depotbanken automatisch: Wer etwa im März Dividenden in Höhe von 1.000 Euro erhalten hat, dem werden zunächst 275 Euro Kapitalertragsteuer abgezogen. Verkauft er im April Wertpapiere aus dem Neubestand mit 1.000 Euro Verlust, wird ihm seine bezahlte Kapitalertragsteuer wieder gutgeschrieben.

Verkauft man Anfang des Jahres eine Aktie mit Verlust, wird die Höhe des Verlustes in einem „Verlusttopf“ festgehalten. Realisiert man im selben Jahr Gewinne, ist der Verlust verrechenbar und man spart sich die darauf entfallende Kapitalertragsteuer. Ins nächste Jahr mitnehmen kann man den Verlusttopf jedoch nicht, erzielt man im gleichen Jahr keine Gewinne, verfällt er. Es kann sich daher unter Umständen auszahlen, Aktien noch heuer mit Gewinn zu verkaufen und allenfalls gleich wieder zurückzukaufen. Umgekehrt kann auch eine Verlustrealisierung in diesem Jahr noch einen positiven Steuereffekt bringen.

Ihr UNICONSULT-Berater erteilt Ihnen dazu gerne individuelle Auskünfte.

 

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