Klarstellung: Augenlaseroperationen stellen außergewöhnliche Belastungen und keine Werbungskosten dar

Aus einer aktuellen Rechtsprechung vom 28.04.2017 geht eindeutig hervor, dass Ausgaben für eine Augenlaseroperation keinesfalls Werbungskosten darstellen, sondern als außergewöhnliche Belastungen anzusehen sind.

Einer Dame wurde im Zuge einer ärztlichen Überprüfung für die Aufnahme in den Polizeidienst eine Fehlsichtigkeit diagnostiziert. Sie hat sich die Fehlsichtigkeit operativ korrigieren lassen, da durch diese Korrektur der Aufnahme in den Polizeidienst medizinisch nichts mehr im Weg stand. Sie hat infolgedessen die Ausgaben für die Augenlaseroperation als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung erklärt, da die Operation rein beruflich veranlasst wäre und sie ohne die ärztliche Überprüfung bei der Polizei gar nichts von Ihrer Fehlsichtigkeit gemerkt hätte.

Das Bundesfinanzgericht hält eindeutig fest, dass Krankheitskosten grundsätzlich Kosten der privaten Lebensführung darstellen und nur als außergewöhnliche Belastungen anzusetzen sind. In Ausnahmefällen (Berufskrankheiten) könnten Krankheitskosten zu Werbungskosten führen. Das Gericht merkt zwar an, dass die Beschwerdeführerin subjektiv nichts von Ihrer Fehlsichtigkeit gemerkt hat, aber objektiv gesehen diese Fehlsichtigkeit sehr wohl im beruflichen als auch im privaten Leben zum Tragen kommt.

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