Steuerliche Maßnahmen, die die Kaufkraftstärkung und Konjunkturbelebung bewirken sollen

Im Moment gibt es eine Vielzahl von Neuerungen im steuerlichen Bereich, die die Kaufkraftstärkung und Konjunkturbelebung bewirken sollen. 

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Eckpunkte des Konjunkturstärkungsgesetz 2020, welches am 7. Juli 2020 vom Nationalrat beschlossen wurde. 

  • Degressive AfA bis zu 30 % im Anschaffungsjahr:
    Von der degressiven Abschreibung ausgenommen sind 
    • Wirtschaftsgüter, für die in § 8 Einkommensteuergesetz eine Sonderform der Absetzung für Abnutzung vorgesehen ist (Gebäude sowie KFZ ohne Vorsteuerabzug mit Ausnahme von Elektro-Fahrzeugen) 
    • Unkörperliche Wirtschaftsgüter, die nicht den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit/Life Science zuzuordnen sind sowie unkörperliche Wirtschaftsgüter, die zur entgeltlichen Überlassung bestimmt sind
    • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
    • Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen
  • Senken des Eingangssteuersatzes auf 20 % rückwirkend ab 1.1.2020
  • Verlängern des Höchststeuersatz von 55 % bis zum Jahr 2025 
  • Anheben des SV-Bonus (SV-Rückerstattung für Niedrigverdiener) auf EUR 400
  • Drei-Jahres-Verteilung für Gewinne aus der Land- und Forstwirtschaft 
  • Verlängern der Anwendung des Pendlerpauschales auch bei COVID-Kurzarbeit, Telearbeit oder Dienstverhinderung bis Ende 2020
  • Verlustrücktrag für Verluste aus 2020 bis EUR 5 Mio. auf 2019 / 2018. Bei abweichendem Wirtschaftsjahr ist der Verlustrücktrag auch in 2021 möglich
  • Anheben der Buchführungsgrenze für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf EUR 700.000 Jahresumsatz und Entfall der Einheitswertgrenze 
  • COVID-Verhaltensmaßregeln für die Durchführung von Amtshandlungen und Ermächtigung zu elektronisch durchgeführten Verhandlungen bis Ende 2020 
  • Automatische Verlängerung der COVID-Abgabenstundungen bis 15. Jänner 2021 (§ 323c Abs. 11 bis 17), dies gilt nicht für Landes- und Gemeindeabgaben
  • Erhöhung der Flugabgabe für Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 1. September 2020
  • Steuerfreiheit der COVID-19-Investitionsprämie

Des Weiteren ist eine gestaffelte COVID-19 Investitionsprämie von 7 % für Neuinvestitionen bzw. 14 % für Neuinvestitionen in den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung und Gesundheit/Life-Science beschlossen worden (Investitionsprämiengesetz). Förderungsfähig sind demnach materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in abnutzbares Anlagevermögen, für die zwischen 1. September 2020 und 28. Februar 2021 diese Förderung beantragt werden kann.  Erste Maßnahmen im Zusammenhang mit der Investition können schon ab 1. August 2020 gesetzt werden. Die Abwicklung soll über die Austria Wirtschaftsservice GmbH erfolgen. Die Details zur Abwicklung der Investitionsprämie werden in einer Förderrichtlinie des Wirtschaftsministeriums gemeinsam mit dem Finanzministerium erlassen und auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums veröffentlicht.

Für nähere Infos steht Ihnen Ihr UNICONSULT-Ansprechpartner gerne zur Verfügung!

 

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Mag. Sandra Hangöbl

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