Korrespondenz mit dem Finanzamt via E-Mail – kein wirksamer Versandweg

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die gelebte Praxis mit dem Finanzamt über E-Mail zu kommunizieren Risiken birgt, da diese Art der Kommunikation gesetzlich nicht vorgesehen ist und so eingebrachte Anbringen/Beantwortungen nicht rechtswirksam sind.

Genau genommen dürften die Finanzamts-Mitarbeiter keine erhaltenen E-Mail bearbeiten und müsste diese als nichtig ansehen. Offizielle Anbringen an das Finanzamt sind gesetzlich nur per Brief, Fax bzw. über FA-Online zulässig. Anbringen per E-Mail können zwar eingebracht werden, sind unter Umständen aber nicht wirksam, da die Abgabenbehörde streng genommen weder verpflichtet noch berechtigt ist aufgrund eines solchen Schriftstückes Entscheidungen zu treffen. Der Absender wird nicht darauf hingewiesen, dass dieser Kommunikationsweg mangelhaft ist und das Anbringen daher nicht bearbeitet wird und unter Umständen Fristen versäumt werden. Problematisch bei dieser Thematik ist, dass die Finanzbeamten aufgrund der schnelleren Abklärung oftmals selbst zum E-Mail greifen und die Antworten darauf akzeptieren, dieses Vorgehen ist leider rechtlich nicht gedeckt und könnte daher zu bösen Überraschungen führen.

Wir raten daher, bis zu einer allfälligen gesetzlichen Änderung, von E-Mails an das Finanzamt, bei welchen es um die Wahrung oder Auslösung von Fristen geht, abzusehen und diese in den erlaubten schriftlichen Formen (Post, Fax, FA-Online) beim Finanzamt einzubringen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Kommunikation mit dem Finanzamt.

 

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