Nachfolgend werden kurz zusammengefasst geplante steuerliche Änderungen 2020 – 2024 vorgestellt. Neben einer ökosozialen Steuerreform, bei der tendenziell eher Belastungen zu erwarten sind, sind auch einige Entlastungen für die Steuerpflichtigen geplant. Wie immer bleibt aber der weitere Gesetzwerdungsprozess abzuwarten.

Die Einkommensteuersätze sollen von 25 % auf 20 % für die erste Stufe (aktuell für Einkommensteile über € 11.000,00 – € 18.000,00) von 35 % auf 30 % für die zweite Stufe (aktuell für Einkommensteile über € 18.000,00 – 31.000,00) und von 42 % auf 40 % für die dritte Stufe (aktuell für Einkommensteile von € 31.000,00 bis € 60.000,00) gesenkt werden. Diese Änderung betrifft Unternehmer, Pensionisten und Dienstnehmer gleichermaßen und führt vor allem bei kleineren und mittleren Einkommensbeziehern zu einer deutlichen Entlastung. 

Natürliche Personen können aktuell bei der Gewinnermittlung eines Betriebes unter bestimmten Voraussetzungen einen Grundfreibetrag und einen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag geltend machen. Das Investitionserfordernis war bisher ab € 30.000,00 Bemessungsgrundlage gegeben. Investitionen sollen zukünftig erst ab einem Gewinn von € 100.000,00 notwendig sein. 

Seit 1.1.2020 sind „Geringwertige Wirtschaftsgüter“ bis € 800,00 sofort abzugsfähig. Nunmehr ist eine weitere Anhebung auf € 1.000,00 geplant. In weiterer Zukunft sieht das Regierungsprogramm sogar eine Erhöhung auf € 1.500,00 vor, sofern es sich um GWGs mit besonderer Energieeffizienzklasse handelt. 

Auch Kapitalgesellschaften sollen entlastet werden. So ist die Senkung der Körperschaftsteuer von derzeit 25 % auf 21 % geplant. Weiters wird die Abschaffung der Mindestkörperschaftsteuer, die auch bei Verlusten abzuführen ist, geprüft werden. 

Um die (private) Pensionsvorsorge zu unterstützen, sieht das Regierungsprogramm die Wiedereinführung einer Behaltefrist für Wertpapiere und Fondsprodukte vor, nach deren Ablauf eine KESt-Befreiung für Kursgewinne erfolgt. Mit der Intention der Pensionsvorsorge ist wohl eine längere Behaltefrist als die altbekannte Spekulationsfrist von 1 Jahr zu erwarten. Überdies ist auch eine KESt-Befreiung für Erträge aus ökologischen und ethischen Investments im Gespräch.

Das Regierungsprogramm sieht vielfach Vereinfachungen u.a. die Neukodifizierung des Einkommesteuergesetzes oder die Zusammenlegung der Einkunftsarten „selbstständige Einkünfte“ und „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ vor. Des Weiteren sollen „Sonderausgaben“ und „außergewöhnliche Belastungen“ unter dem Punkt „abzugsfähige Privatausgaben“ zusammengefasst werden. 

Eine ausführliche Erläuterung der geplanten Steuerreform erhalten Sie in der Business Review, die Sie voraussichtlich im Mai erhalten. 

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner bei UNICONSULT.   

 

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Mag. Sandra Hangöbl

+43 50885 – 7

sandra.hangoebl@uniconsult.at

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