UNICONSULT Akademie: 08.11.2019 –

Tipps & Tricks im BMD NTCS / Ausblick 2020 Steuerliche ÄnderungenFür Details hier klicken

Von der „alten“ Bundesregierung wurde im Frühjahr 2019 ein mehrjähriger Steuerreformplan präsentiert – wie haben darüber berichtetKurz vor den Nationalratswahlen konnte die Reformetappe für 2020 im Nationalrat beschlossen werden. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Aspekte überblicksmäßig dar:

Entlastung für Geringverdiener

Mehrere Maßnahmen sollen eine Entlastung für Geringverdiener bringen. Neben einer Negativsteuer durch eine höhere Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge (zusätzlich zur Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge kann auch ein „Sozialversicherungsbonus“ von 300 € gewährt werden) soll auch eine Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrags dazu beitragen. Der Verkehrsabsetzbetrag erhöht sich um 300 €, wenn das Einkommen im Kalenderjahr 15.500 € nicht übersteigt. Bei Einkommen zwischen 15.500 € und 21.500 € vermindert sich der Zuschlag gleichmäßig einschleifend auf 0 €. Überdies wird der Pensionistenabsetzbetrag um 200 € erhöht.

Wesentliche Änderungen für kleinere Unternehmer

Die Kleinunternehmergrenze für umsatzsteuerliche Zweck wird von bisher 30.000 € auf 35.000 € (Nettogrenze) erhöht. Die Möglichkeit auf Option zur Steuerpflicht mit Vorsteuerabzug bleibt unverändert erhalten.

Für Unternehmer mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und nicht mehr als € 35.000 Jahresumsatz bringt die Steuerreform 2020 auch eine zusätzliche Pauschalierungsmöglichkeit in der Einkommensteuer. Für die Höhe der pauschalen Ausgaben sind lediglich die Umsatzhöhe und die Branche ausschlaggebend. Die Ausgaben können im Normalfall mit 45% der Umsätze angenommen werden. Da Dienstleistungsbetriebe typischerweise im Verhältnis zum Umsatz eine geringere Kostenbelastung aufweisen, sind hierbei pauschale Ausgaben i.H.v. 20% der Umsätze vorgesehen. Wesentliche Folgen der Vereinfachung sind, dass neben den pauschalen Betriebsausgaben keine weiteren Ausgaben mehr berücksichtigt werden können, wohl aber der Grundfreibetrag geltend gemacht werden kann. Zusätzlich abzugsfähig sind Beiträge in der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung und vergleichbare Ausgaben. Diese Pauschalierungsmöglichkeit führt auch zu administrativen Erleichterungen, da für die Gewinnermittlung weder Wareneingangsbuch noch Anlagenkartei erforderlich sind. 

Senkung des Krankenversicherungsbeitrags für Selbständige und Landwirte

Der Krankenversicherungsbeitrag wird für diese Gruppe um 0,85% der Beitragsgrundlage abgesenkt – die damit zusammenhängenden Kosten werden vom Bund getragen. Der Krankenversicherungsbeitrag für Selbständige und Landwirte beläuft sich zukünftig nur mehr auf 6,8%.

Verdoppelung der GWG-Grenze

Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) wird von 400 € auf 800 € verdoppelt. Die Regelung ist erstmals für Wirtschaftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2019 beginnen.

Senkung der Umsatzsteuer auf elektronische Publikationen

Für elektronische Publikationen kommt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 10% zur Anwendung, wodurch eine Gleichstellung mit herkömmlichen Printprodukten erzielt wird.

Für Detailfragen und ausführlichen Informationen zur Steuerreform steht Ihnen Ihr UNICONSULT-Berater gerne zur Verfügung.

 

FRAGEN ZUM

THEMA?

MMag. Dr. Andreas Payer

+43 50885 – 100

andreas.payer@uniconsult.at

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