Der Jahresbeginn ist der gebotene Zeitpunkt, um insbesondere folgende Themenbereiche zu überprüfen:

Soll ein in den Vorjahren abgegebener Verzicht auf die Anwendung der USt-Kleinunternehmerregelung widerrufen werden?

Unternehmer, die die Jahres-Umsatzgrenze von EUR 30.000 nicht überschreiten, gelten in der Umsatzsteuer grundsätzlich als sogenannte Kleinunternehmer. Sie ersparen sich dadurch die Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen und allenfalls auch Jahreserklärungen, brauchen keine USt in Rechnung zu stellen und an das Finanzamt abzuführen, haben andererseits allerdings auch kein Recht auf Inanspruchnahme des Vorsteuerabzuges.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf die Anwendung der USt-Kleinunternehmerregelung zu verzichten und seine Leistungen mit Umsatzsteuer zu fakturieren bzw sich aus den Vorleistungen die Vorsteuer vom Finanzamt zurückzuholen. Ein solcher Verzicht gilt grundsätzlich unbefristet und kann frühestens nach Ablauf von fünf Jahren widerrufen werden. 

Achtung Frist: Der Widerruf ist bis zum 31. Jänner zu erklären, damit er für das betreffende Jahr noch wirksam wird.

Gerade Unternehmern, die vielleicht vor vielen Jahren – in der Anfangsphase – auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet haben, danach die relevante Umsatzgrenze von EUR 30.000 ohnedies überstiegen haben und jetzt aufgrund geänderter Umstände wie bspw. eines Absinkens des Geschäftsumfanges bzw einer altersbedingten Einschränkung der Tätigkeit diese Umsatzgrenze wieder unterschreiten und nicht mehr an den seinerzeitigen Verzicht denken, ist hier eine Prüfung besonders zu empfehlen. 

Ebenso empfiehlt sich eine solche Prüfung für Unternehmer, die großteils steuerbefreite Umsätze erzielen (zB Ärzte). Durch eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes fallen nämlich etliche der steuerbefreiten Umsätze nicht mehr in die Berechnungsgrundlage der relevanten 30.000-EUR-Umsatzgrenze.

Ihr UNICONSULT-Berater kann einerseits via FinanzOnline ersehen, ob für Sie eine Verzichtserklärung auf die USt-Kleinunternehmerregelung noch aufrecht ist und Sie andererseits kompetent bei der Beantwortung der Eingangsfrage beraten.

Soll die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen (UVA) monatliche oder quartalsweise erfolgen?

Sofern der Umsatz 2018 EUR 100.000 überschritten hat, sind die UVA 2019 zwingend monatlich abzugeben. Lag Ihr Vorjahresumsatz darunter, ist grundsätzlich eine quartalsweise Abgabe der UVA vorgesehen.

Unternehmer, die nicht zwingend monatliche UVA abzugeben haben, können durch Abgabe einer UVA für Jänner für das laufende Jahr freiwillig zur monatlichen UVA-Abgabe optieren. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn regelmäßig Vorsteuer-Überschüsse erwartet werden (zB in einer Investitionsphase bzw bei Errichtung eines Vermietungsobjektes).

Achtung: Unternehmer, die im Vorjahr (zwingend und freiwillig) ihre UVA monatlich abgegeben haben, sollten prüfen, ob diese Verpflichtung auch für das aktuelle Jahr noch besteht. Wenn für 2019 keine Pflicht zur monatlichen UVA-Abgabe besteht und eine solche auch nicht freiwillig gewählt wird, ist unbedingt zu beachten, keine UVA für Jänner 2019 abzugeben. Diesfalls würde man auch für 2019 wieder für die monatliche UVA-Abgabe optieren. Soll für 2019 der Quartalszeitraum für die UVA-Abgabe in Anspruch genommen werden, ist die erste UVA 2019 somit jene für das 1. Quartal, welche bis 15.5. beim Finanzamt einzureichen ist.

Ihr UNICONSULT-Berater ist auch für diese Fragestellung der richtige Ansprechpartner.

 

FRAGEN ZUM

THEMA?

MMag. Dr. Andreas Payer

+43 50885 – 100

andreas.payer@uniconsult.at

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