Die Gastronomie wurde von den Folgen der Coronakrise besonders schwer getroffen. Ein Hilfspaket soll die Folgen der Coronakrise abmildern. Mit diesem Hilfspaket sollen einerseits die Unternehmen entlastet, aber auch der Konsum angekurbelt werden. 

Die wichtigsten Maßnahmen werden nachfolgend überblicksmäßig dargestellt:

1. Umsatzsteuersenkung für die Bereiche Gastronomie

Wie in unserem Newsletter vom 26. Juni 2020 mitgeteilt, wird die Umsatzsteuer für die Bereiche Gastronomie (Speisen und Getränke), die Kulturbranche und den Publikationsbereich (zB. Verkauf von Zeitungen und Büchern, künstlerische Tätigkeiten und Arbeiten, etc.) auf 5 % reduziert. Der neue 5 Prozent Umsatzsteuersatz gilt bereits für Umsätze ab 1. Juli 2020 und ist befristet bis zum 31. Dezember 2020. Die Finale Beschlussfassung im Parlament ist für 30. Juni vorgesehen. 

2. Abzugsfähigkeit von Bewirtungsaufwendungen auf 75% erweitert

Aufwendungen anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden waren bisher zu 50% steuerlich abzugsfähig. Um die Gastronomie zu unterstützen und einen Anreiz für Geschäftsessen zu bieten, wurde die Abzugsfähigkeit auf 75% erhöht. Diese Regelung gilt ebenfalls für den Zeitraum zwischen 1. Juli bis 31. Dezember 2020.

3. Steuerfreie Essensgutscheine erhöht

Die Höchstgrenzen für Essensgutscheine werden ab Juli 2020 erhöht. Der Steuerfreie Betrag in Gaststätten steigt von 4,40 € auf 8,00 € und in Lebensmittelgeschäften von 1,10 € auf 2,00 € pro Tag.

4. Abschaffung der Schaumweinsteuer

Mit 1. Juli 2020 wird die schon oft kritisierte Schaumweinsteuer abgeschafft. Zum einen erfolgt diese Änderung aufgrund der COVID-19-Krise, aber auch um Wettbewerbsnachteile zu beseitigen. Die Steuerersparnis beträgt 90 Cent je 0,75l-Flasche Schaumwein.

5. Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung

Bei der Pauschalierung im Gastgewerbe werden die Betriebsausgaben (teilweise) pauschal vom Umsatz ermittelt. Diese Erleichterung bei der Gewinnermittlung können Unternehmen bis zu einer gewissen Umsatzgrenze in Anspruch nehmen. Um insbesondere auch kleinere Gastronomiebetriebe sowohl finanziell als auch administrativ zu entlasten, wurden Änderungen bei der Pauschalierung ab dem Veranlagungsjahr 2020 vorgenommen. 

• Pauschalierungsgrenze: Erhöhung der Umsatzgrenze von 255.000 € auf 400.000 € pro Jahr.

Grundpauschale: Erhöhung von 10% auf 15% des Umsatzes.

Mobilitätspauschale: Erhöhung von 2% auf 6% für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohner und auf 4% in Gemeinden bis 10.000 Einwohner.

Mindestpauschale: Erhöhung von 3.000 € auf 6.000 € pro Jahr

 

Für nähere Infos steht Ihnen Ihr UNICONSULT-Ansprechpartner gerne zur Verfügung!

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